Die Emotionelle Erste Hilfe ist eine körperpsychotherapeutische Methode, welche vom Diplompsychologen Thomas Harms aus Bremen, entwickelt wurde. Emotionelle Erste Hilfe (EEH) wird in der Bindungsförderung, Krisenintervention und präventiven Psychotherapie mit Eltern, Säuglingen und Kleinkindern eingesetzt.

EEH fördert und stüzt eine liebevolle Eltern-Kind Bindung in der Schwangerschaft, unter der Geburt und in der Zeit danach. Wichtiger Ansatzpunkt ist dabei die emotionale Stabilität der Eltern, als wesentliche Voraussetzung für eine tragfähige Beziehung zwischen Eltern und Kind. Bindungsförderung von Eltern und Kind, Selbstverbundenheit und das bewusste Erleben auf körperlicher und emotionaler Ebene im Hier und Jetzt sind zentrale Ansätze der EEH.
 

Die Anwendungsbereiche der EEH verteilen sich auf drei wesentliche Säulen:

In den Basic Bonding-Gruppen werden Elemente der EEH und der bindungsorientierten Körperarbeit genutzt, um die Wahrnehmungs- und Einfühlungsfähigkeit der Eltern sowie die Bindungsbereitschaft von der Schwangerschaft bis zum Abschluss des Kleinkindalters zu stärken und zu fördern.

In der Krisenberatung nutzt die Emotionelle Erste Hilfe leicht anwendbare Modelle, um bei Eltern und Säuglingen mit Schrei-, Schlaf- und Fütterungsproblemen den Kreislauf aus Angsterleben, Körperverspannung und Bindungsverlust zwischen Eltern, Säuglingen und Kleinkindern frühzeitig aufzulösen.

Bei nachhaltigen Störungen der frühen Eltern-Kind-Beziehung, die ihren Ursprung u.a. in belastenden und überwältigenden Beziehungserfahrungen in der Schwangerschaft, rund um die Geburt und im ersten Lebensjahr haben, kommen die Prinzipien der Emotionellen Ersten Hilfe im Feld der bindungsorientierten Eltern-Baby-Therapie zum Einsatz.